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Studienfahrt 2012

von G. Rosner am
Teilnehmer der Studienfahrt 2012 .
© 2012
Teilnehmer der Studienfahrt 2012 .
Bericht über die Studienfahrt 2012


Seit dem Jahr 2007 haben Schüler der Klassenstufe 12 der IGS „Grete Unrein“ Jena die Möglichkeit, im Rahmen einer von der Bundeszentrale für politische Bildung großzügig unterstützten und der Rosenhof Akademie Weimar e.V. organisierten Studienfahrt vor Ort einen Einblick in Ziele, Strukturen und Funktion verschiedener Institutionen Europas zu gewinnen.
War diese Erfahrung zunächst nur für ausgewählte interessierte Schüler und Kurse möglich, profitiert seit 2009 jeweils der gesamte Jahrgang von diesem Angebot.
Das Programm war auch in diesem Jahr klar strukturiert und umfasste sowohl Referate von Fachleuten zu Themen der Europapolitik als auch Unterweisungen der Lehrer zu Präsentationstechniken und selbstständige Arbeitsphasen der Schüler zu Europathemen.
Zudem lernten die Schüler die Städte Luxemburg, Trier und Straßburg kennen.

25. 6. 2012: Abfahrt in Jena 7.00, Ankunft in Lebach 14.00
Ab 16.00 gewinnen die Schüler in einem 90-minütigen anschaulichen, beispielreichen Vortrag von Herrn Dr. Olaf Weber, Präsidialrichter am Amtsgericht Saarbrücken, einen Einblick in Probleme der europäischen Gesetzgebung. Diese Veranstaltung zeigt die Relevanz zunächst trocken erscheinender Rechtsfragen für den Alltag der Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Europa auf und weckt das Interesse für Verwaltungsfragen.

26. 6. 2012: Informationszentrum der EU in Luxemburg
Ab 10.00 erörtert Herr Dr. Wolfgang Peter, Direktor a.D. für Personal und soziale Angelegenheiten am Europäischen Parlament, für die Schüler die Notwendigkeit einer europäischen Einigung, die Instrumente und Voraussetzungen dafür. Er geht von der derzeitigen Krisensituation aus und beeindruckt die Zuhörer nachhaltig durch die Aktualität seiner Ausführungen, die Tiefe und Breite seiner Kenntnisse sowie die gut strukturierte, anschauliche Vortragsweise und persönliche Hinwendung zum Publikum.
Ab 14.00 ist die Gruppe am Europäischen Rechnungshof zu Gast. Die Rechnungsprüferin Beatrix Lesiewicz erläutert die Aufgaben und Methoden des EuRH, worauf sich eine lebhafte Frage-Antwort-Runde entspinnt.
Auf der Rückfahrt nach Lebach lernen die Schüler die älteste deutsche Stadt, Trier, kennen.

27. 7. 2012 Tagungsstätte Lebach
Die Schüler arbeiten selbstständig an vorher gewählten Europathemen.
Am Nachmittag lernen sie unter der Leitung von Dr. Johannes Naumann, Historiker, das Benediktinerabtei Tholey kennen. Seine Vertrautheit mit der Geschichte des Klosters und der Lebenswelt der Mönche im 21. Jahrhundert gestattet den Schülern einen Einblick in eine für sie meist völlig fremde Welt.

28. 6. 2012 Straßburg
In einem Informationsgespräch beim Ombudsmann des Europäischen Parlamentes bekommen die Schüler einen Einblick in Anfragen Europäischer Bürger zur Arbeitsweise europäischer Institutionen. Nach einem Stadtrundgang in der Historischen Altstadt Straßburgs und dem Besuch des Münsters am Nachmittag, folgt um 16.00 Uhr ein Besuch beim Europarat. Claudia Klein vom Besucherdienst gibt den Schülern eine Einführung in die Bedeutung des Europarates. Nach einem kurzen Video zur Arbeit des Europarates, nehmen die Schüler an einer Plenarsitzung des Europarates teil. Zu diesem Zeitpunkt sprach der Präsident der Tunesischen Nationalversammlung, Ben Jaafar.

29. 6. 2012 Am Vormittag präsentieren die Schüler die Ergebnisse ihrer Arbeit zu verschiedenen europapolitischen Themen.
Abfahrt Lebach 13.00 Uhr; Ankunft Jena 20.30 Uhr

Den Schülern wurde spätestens mit der Ankunft und den ersten Vorträgen bewusst, dass diese Studienfahrt eine ganz besondere Chance in ihrer Ausbildung darstellte: Sie durften an den Orten europäischer Entscheidungsfindung mit eng in diesen Prozess involvierten Personen sprechen, mit Menschen und von deren Kenntnissen und Erfahrungen profitieren. Sie dankten es durch große Disziplin und Aufmerksamkeit sowie rege Fragestellung. Nicht zuletzt wussten sie die freundliche Aufnahme und den Service durch das Schönstatt-Zentrum zu schätzen.
Wir bedanken uns herzlich für das Angebot der Bundeszentrale politische Bildung und hoffen, auch in den folgenden Jahren auf Ihre Unterstützung bauen zu dürfen.

Almut Dietzel/ Toralf Schenk
     
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