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Studienfahrt 2016

von Michael Seyboldt am
Studienfahrt 2016
© 2016
Studienfahrt 2016
In den vergangenen Tagen, vom 4.-9. Juni, fand zum 10. Mal die Studienfahrt ins Saarland statt. Ziel der Studienfahrt ist es vor allem, einen Einblick in Ziele, Strukturen und Funktion verschiedener europäischer Institutionen zu schaffen.
Unterkunft bot uns das Gästehaus Braunshausen, das umgeben von Wald am Fuße des Peterbergs liegt. Neben seiner wunderschönen Umgebung bietet es außerdem eine Vielzahl von Sport- und Freizeitmöglichkeiten.

In Kleingruppen wurden Vorträge zu Themen aus Kunst, Geschichte oder Sozialkunde erarbeitet. Neben den selbständigen Arbeitsphasen referierten Prof. Dr. Dr. Timmermann, Dr. Weber zu Themen der Europapolitik und Herr Schenk zu Präsentationstechniken. Innerhalb der 6 -tägigen Studienreise unternahmen wir auch Ausflüge in die Städte Straßburg, Verdun und Metz.
Während unseres Aufenthaltes in Straßburg besichtigten wir sowohl das Europaparlament als auch den Europarat. In beiden Gebäuden hatten wir die Möglichkeit, einen kurzen Film über die Aufgabenfelder der Institutionen anzuschauen sowie an einer Führung teilzunehmen. Nach einiger Freizeit in Straßburgs Innenstadt ging es weiter zum Deutschen Weintor, das einst als eine Art Grenzbefestigung der Deutschen gegen die Franzosen diente. Heute kann man hier Wein kaufen oder wie wir in der Gaststätte zu Abend essen.
In Verdun besichtigten wir das „Fort Douaumont“. Es wurde abwechselnd von Deutschen sowie von Franzosen besetzt, die unter erbärmlichen Bedingungen mehrere Monate lang im Fort hausten. Von außen erinnert wenig an die Schrecken dieser Zeit. Bei strahlendem Sonnenschein wanderten wir zwischen den Schießanlagen des Forts umher, die mittlerweile von wogendem Gras umgeben sind.
Aus dem Schlachtfeld ragt das Beinhaus von Douaumont zum Gedenken an die zahlreichen Toten der Schlacht von Verdun. Im Inneren des Mahnmals sind Knochen von 130.000 Soldaten aufbewahrt, die auf dem Schlachtfeld starben und nicht identifiziert werden konnten. Davor liegen weitere 16.142 Gräber französischer Soldaten, jedes einzelne markiert von einem weißen Kreuz.

Zahlreiche Dörfer wurden im Verlauf der Schlacht vollständig vernichtet. Eines von ihnen ist Fleury-Devant-Douaumont. Dort erinnern heute nur noch Schilder und Einträge auf Karten an den einst lebendigen Ort und die vollständig zerstörten Gebäude.
Viele von uns haben die Schrecken, das Chaos und die Absurdität dieses Krieges tief bewegt und erschüttert, auch weil die Soldaten, die in dieser sinnlosen Schlacht starben, in unserem Alter waren.
In Metz besichtigten wir die Kathedrale, die wegen ihrer riesigen bunten Glasfenster auch als „Laterne Metz“ bezeichnet wird. Die drei berühmtesten Fenster wurden vom russischen Künstler Marc Chagall als Symbole des Friedens gestaltet. Anschließend erkundeten wir die Altstadt von Metz.
Die Studienfahrt hat uns die Möglichkeit gegeben, unser Wissen im Bezug auf Geschichte, Kunst und Europapolitik zu erweitern, aber auch unsere Präsentationstechnik zu verbessern und von erfahrenen Referenten zu lernen.
Ein besonderer Dank gilt daher zum einen Herrn Prof. Dr. Dr. Timmermann und Herrn Schenk als Leiter und Organisatoren der Studienfahrt, sowie den Referenten und Lehrern, zum anderen der Bundeszentrale für politische Bildung wie auch der Akademie Rosenrot e.V. Weimar, die uns diese Fahrt ermöglicht haben.
     
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